Virtual Reality und neue Gadgets

Vor einigen Jahren war das große Thema Augmented Reality (AR), also die erweiterte Realität. Noch heute ist das Thema insbesondere im mobilen Umfeld ein wachsender Markt. Bleibt es dabei oder gibt es „frischeres“?

Zusammenfassung: Einige Beispiele für neue Entwicklungen bei Augmented und Virtual Reality, wie wird sich das weiter entwickeln?

Technisch fand ich Augmented Reality von Anfang an spannend aber den sinnvollen Einsatz hatte ich nicht gesehen. Dann hat mir ein Kollege von einem Rom-Urlaub erzählt, bei dem er mit seinem Smartphone und der passenden Augmented-Reality-App in das „alte“ Rom eintauchen konnte.
Die aktuelle Umgebung, die er durch seine Augen und auch die Smartphone-Linse gesehen hat, wurde durch die App mit Darstellungen angereichert, wie diese Gegend früher ausgesehen hat.

Ab dem Zeitpunkt war Augmented Reality für mich eine „sinnvolle Spielerei“. Neben den kulturellen Beispielen kann AR natürlich auch zur Orientierung beitragen, wobei ich auch hier gut mit GPS und einer Kartenanwendung zurecht komme.

Mehr Spielerei bieten die neuen Gadgets, die sich mit virtueller Realität (VR) beschäftigen.

Gemessen an den gesammelten Geldern über kickstarter & co scheint die virtuelle Realität viele Menschen zu faszinieren.
Auch mich reißen die Beispiele mit, da eine virtuelle Realität in der Qualität und zu dem Preis bisher nicht denkbar war.

Bekanntester Vertreter dürfte die VR-Brille Oculus Rift sein. Es dauert zwar noch über ein Jahr bis die Brille marktreif wird, doch macht sie schon jetzt einen guten Eindruck.
Etwas günstiger kommt man mit dem Einsatz eines Smartphones weg, wie Projekte wie Dive und VRase zeigen. Beide Projekte nutzen die Fähigkeiten und Sensoren eines Smartphones um eine virtuelle Realität zu erzeugen. Über Streaming lässt sich das auch mit moderner Grafik und dem Komfort von Spielekonsole oder Maus und Tastatur verbinden.

Mit diesen drei Ideen lässt sich in einem virtuellen Raum umhersehen wie in der Realität. Lagesensor und die separate Darstellung für beide Augen machen dies möglich.

Die Bewegung der Realität in diesen Raum zu übertragen ist seit Wii bzw. Microsoft Kinect nicht neu. Die Gestensteuerung war aber in der Vergangenheit relativ ungenau. Leap motion ist ein Produkt, welches genauer ist und für relativ wenig Geld zu haben ist. Einziger Nachteil sind hier noch die fehlende bzw. geringe Unterstützung von Anwendungen oder Spielen.

Gerade bei Spielen ist die virtuelle Realität sehr spannend, da es die komplette Erfahrung deutlich verbessern und auf ein ganz neues Level heben kann. Wer bisher stundenlang in einem Rollenspiel in der virtuellen Welt herumreisen konnte, wird in Zukunft in der realen Welt Kalorien verbrennen und seine Ausdauer verbessern. Das plant zumindest Virtuix mit seiner Plattform Omni, welche in Verbindung einer VR-Brille ein sehr beeindruckendes VR-Erlebnis erzeugen kann:

Ob sich die neue Art von Interaktion durchsetzen wird ist offen. Klar ist, dass hier bestehende Interaktionskonzepte keinen Sinn machen. Stehen wir vor einem Umbruch wie mit der massentauglichen Verbreitung von Touchscreens?
Die Entwicklung zu beobachten, bleibt auf jeden Fall spannend.

Veröffentlicht von

Informationsarchitekt, Interaction Designer und UX-Enthusiast aus Heidelberg. Nebenberuflich Dozent für UX und Usability Evaluation.

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